ZUR ABSTÜTZUNG EINER SCHALUNG ERFORDERLICHE BAUSTÜTZEN: LEITFADEN FÜR DIE ERMITTLUNG DER ABSTÄNDE, KLASSEN UND MENGEN

In welchem Abstand müssen die Baustützen zur Abstützung einer Schalung aufgestellt werden? Welcher Klasse müssen die Baustützen angehören? Wie viele Baustützen werden für eine ordnungsgemäße Abstützung benötigt? Fragen, die alles andere als banal sind. Mit diesem Leitfaden möchten wir Ihnen helfen, die richtigen Antworten zu finden.

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Die richtige Bemessung der Menge, Anzahl und Abstände der für eine Schalung erforderlichen Baustützen ergibt sich nicht aus einer Sofortrechnung und die Dynamiken, denen diese Berechnung unterliegen, entziehen sich manchmal auch den Experten der Branche. Die folgenden Richtlinien zeigen Ihnen, wie Sie vorgehen können.

WICHTIG: Bei den in der folgenden Tabelle angegebenen Werten handelt es sich um RICHTWERTE, die auf Standardkoeffizienten beruhen und Ihnen eine ungefähre Vorstellung von der Menge, der Tragfähigkeit und den Abständen der Baustützen vermitteln. Keine der folgenden Tabellen kann jedoch die Belastungsberechnungen eines Bauingenieurs oder gleichwertigen Experten ersetzen; die Belastungsberechnungen sind für die Planung und Umsetzung jeder Baustelle UNBEDINGT ERFORDERLICH.

Wie groß darf der maximale Abstand zwischen den Baustützen sein? Und wie werden die Abstände zwischen den Mittelpunkten der Quer- und Längsträger ermittelt?

Ein Zwischenboden wird für gewöhnlich mit einem System gefertigt, das aus einer kontinuierlichen Laibungsfläche dieses Bodens besteht, d. h. einer aus Holztafeln gebildeten Schalhaut; gestützt werden die Schalplatten durch Holzquerträger unterschiedlicher Höhe mit I-förmigem Querschnitt.

Dieses Trägersystem wird wiederum durch längs zu den Schalplatten verlaufende Träger gestützt, die auf Baustützen (Klasse B - D - E) ruhen.

Die Träger ruhen auf speziellen Komponenten der Baustütze wie z. B. einer Kopfplatte; um das gesamte System zu stabilisieren und ein schnelles, effizientes und sicheres Abrüsten der Baustützen zu ermöglichen, werden Dreifußständer aus Stahl eingesetzt.

Für das Projekt müssen folgende Abstände ermittelt werden:

  • Die Abstände zwischen den Mittelpunkten der Querträger (1);
  • Die Abstände zwischen den Mittelpunkten der Längsträger (2);
  • Die Abstände zwischen den Baustützen (3).

In Tabelle 1 sind die Standardabstände sowie die allgemeinen Lasten des Zwischenbodens in Abhängigkeit von seiner Stärke angegeben (WICHTIG: Der genaue Wert muss während der Umsetzung eines Projekts von einem Techniker berechnet werden). Im Beispiel, das wir gleich erörtern werden, erklären wir, wie die Abstände (1) und (3) ausgehend von einem Abstand (2) unserer Wahl richtig berechnet werden.

Wie wird die Klasse der benötigten Baustützen ordnungsgemäß ermittelt?

Um zu überprüfen, ob die Klasse und das Modell einer Baustütze für die Umsetzung unseres Bauwerks geeignet sind, muss Folgendes überprüft werden: Nach Wahl einer generischen Baustützenklasse

C (Grenzlast auf der Baustütze) < R (Normalkraft des Projekts)

wobei sich C aus der Summe der folgenden Werte ergibt:

  • Eigengewicht der Platten;
  • Eigengewicht der Holzträger (Quer- und Längsträger)
  • Eigengewicht der ausgewählten Baustütze;
  • Betonlast;
  • Bewegliche Last.

Anm.: R wird mit den Formeln von Tabelle 2 in Abhängigkeit von den Auszugslängen der ausgewählten Baustütze und der Höhe des zu fertigenden Zwischenbodens berechnet.

Wie viele Baustützen werden zur Abstützung der Schalung benötigt?

Nach Ermittlung der Abstände zwischen den Mittelpunkten der Träger, der zulässigen Höchstabstände zwischen den Baustützen und der Klasse bzw. des Modells der Baustützen kann die Anzahl der benötigten Baustützen einfach auf Grundlage der Fläche des Zwischenbodens, den sie stützen sollen, errechnet werden.

Wie man die Tabelle liest – ein praktisches Beispiel

Erläutern wir die einzelnen Schritte nun auf Grundlage eines kommentierten Beispiels.

Wenn wir von einem Zwischenboden aus Beton mit einer Endstärke von 0,24 m und einem Abstand von 0,667 m zwischen den Stützen der Schalplatten auf den Trägern ausgehen, liefert Tabelle 1 die gesuchten Werte nach Durchführung folgender Schritte:

1. Man betrachte die Zeile der Stärke des Zwischenbodens (z. B. 0,24 m).

2. Dann wählt man einen Abstand zwischen den Sekundärträgern; er entspricht unserem Abstand (2); nehmen wir zum Beispiel den Abstand 0,667 m in den Spalten mit gelber Beschriftung;

3. Dann suchen wir den Schnittpunkt der Zeile mit der ausgewählten Spalte und erhalten einen Wert von 2,55 Metern;

4. Nun müssen wir den Abstand zwischen den Hauptträgern finden. Zu diesem Zweck nehmen wir den gerade ermittelten Wert (2,55 m) und suchen unter den roten Feldern der Tabelle den diesem am nächsten gelegenen niedrigeren Wert, in unserem Fall 2,50 Meter. Das ist der von uns gesuchte Abstand (1);

5. Dann suchen wir den Schnittpunkt der Zeile mit der neuen gefundenen Spalte und erhalten einen Wert von 1,11 m, was unserem Abstand (3) entspricht.

Wir haben also die drei Abstände: den Abstand zwischen dem Mittelpunkt der Hauptträger, den wir der Tabelle entnommen haben: 2,50 m; den Abstand zwischen den Mittelpunkten der Sekundärträger, den wir unter den verfügbaren ausgewählt haben: 0,667 m; den Abstand zwischen den Baustützen, den wir der Tabelle entnommen haben: 1,11 m.

Nun wollen wir bestimmen, ob eine bestimmte Art von Baustütze verwendet werden kann. Wählen wir zum Beispiel eine Baustütze der Klasse B, Modell B40 (Auszugslänge von 2,5 bis 4,0 m) mit einer Auszugslänge h von 2,8 m zwischen dem unteren Boden und dem Boden, der geschalt werden soll.

Es ergeben sich folgende Daten:

C= 32,55 kN; aus den Berechnungen des Projekts hervorgehende Belastung einschließlich Sicherheitsfaktor 1,5 – siehe NTC18 (Technische Normen für italienische Bauten, beruhend auf den EU-Normen) – aus Tabelle 3 entnommene Daten des Beispiels.

R = 68 x 4,0/2,8² = 34,69 kN (Daten, die anhand der in Tabelle 2 enthaltenen Formel berechnet wurden).

In Anbetracht der Tatsache, dass 32,29 kN < 34,69 kN, wurde die ausgewählte Baustütze erfolgreich überprüft. Sollte dies nicht der Fall sein, müsste man die Klasse der Baustütze erhöhen und auf die gleiche Art wie zuvor überprüfen.

ANM.: mit oben genannter Formel können wir für jede Baustütze der Klasse B40 überprüfen, ob sie in der Lage ist, die erforderliche Last zu tragen. Die Normalkraft von 34,69 kN entspricht einer Tragfähigkeit von 21,02 kN. Die GBM B40 Baustützen haben eine höhere Normalkraft (37,62 kN) und eine höhere Tragfähigkeit (22,8 kN) als erforderlich.

Tabellen

TABELLE 1

TABELLE 2

TABELLE 3

Eigengewicht der Platten: 0,125 x 1,11 x 2,5 = 0,347 kN

Eigengewicht der Holzträger: 0,05 x (1,11 + (2,5 x 2)) = 0,306 kN

Gewicht der Baustütze = 0,24 kN

Betonlast = 25 x 0,24 x 1,11 x 2,5 = 16,65 kN

Bewegliche Last (CNR 10027/85) = 1,5 x 1,11 x 2,5 = 4,16 kN

GESAMTGEWICHT = (0,347+0,306+0,24+16,65+4,16) x 1,5 = 32,55 kN

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